Zucker in bestimmten Lebensmitteln

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Quelle: pixabay.com

Fruchtzucker

Obst gilt überall auf dieser Welt als eines der gesündesten Lebensmittel überhaupt – und eigentlich ist das ja auch richtig. Wäre da nicht der Fruchtzucker – auch Fructose genannt. Der verwandelt sich nämlich oft in Fettpolster.

Was genau ist eigentlich der Fruchtzucker?

Fruchtzucker ist genauso wie der Traubenzucker ein Teil der Gattung der Einfachzucker und einer der bedeutendsten Lieferanten für Energie. Allerdings hat er nicht nur positive Effekte für den menschlichen Körper – zum Beispiel soll er ziemlich schnell dick machen. Forschungsergebnisse haben das auch noch bestätigt. Fruchtzucker kommt in jeder Sorte von Obst vor – sollte aber trotzdem mit Bedacht verzehrt werden.

Eine Studie in Kalifornien – 33 übergewichtige Probanden machten eine spezielle Diät. Rund ein Viertel der aufgenommenen Kalorien musste für 10 Wochen aus Fruchtzucker bestehen. Anstatt an Gewicht zu verlieren, nahmen die Teilnehmer aber am Ende sogar noch rund 1,5 Kilogramm an Masse zu. Leider oft am Bauch.

Und genau diese Art von gilt als besonders gefährdet. Herzinfarkte entstehen leichter, sowie Diabetes und andere schwere Erkrankungen. Man konnte auch eine leichte Insulinresistenz feststellen – ein Anzeichen für eine Typ-2-Diabetis. Je höher also der Fruchtzuckeranteil in einem Nahrungsmittel, desto ungesünder wirkt es auf den Körper. Das ist einer der Gründe, warum Gemüse sogar noch gesünder ist als Obst.

Kaum vorstellbar – aber schadet Fruchtzucker genauso viel wie handelsüblicher Zucker?

Laut Experten ist Zucker in jeder Form nicht gerade gesund und so sollte man auch beim Verzehr von Fruktose aufpassen. Beide Arten haben außerdem ein weiteres gemeinsames Manko – sie enthalten ähnlich viele Kalorien. Übrigens ist auch im normalen Zucker ein gewisser Anteil an Fruchtzucker dabei, schließlich wird er ja auch Zuckerrohr oder Zuckerrübe gewonnen.

Ein Vorteil der Fruktose ist aber definitiv, dass sie sich nicht so sehr auf den Blutzuckerpegel auswirkt. Der steigt nämlich nur langsam an. Besser für Diabetiker also. Außerdem ist Fruktose leicht süßer und kann so zum Beispiel beim Kochen in geringeren Mengen verwendet werden. Das spart nicht nur Geld, sondern auch Kalorien.

Leider mag es der menschliche Körper nicht, viel Fruchtzucker zu verdauen und es kommt oft zu Blähungen und Durchfall. Deshalb nochmal – Fruktose sparsam verwenden!

Auch bei Obstsorten gibt es große Unterschiede, was den Gehalt von Fruktose angeht. Sorten, die weniger als 5 % in sich haben, sind viel gesünder als andere. Sie machen auch nicht dick.

Das wären beispielsweise:

  • Honigmelone
  • Mango
  • Aprikose
  • Pfirsich
  • Beeren
  • Papaya

Andere Obstsorten hingegen enthalten sehr viel Fruchtzucker und sind viel weniger gesund:

  • Trockenobst
  • Trauben
  • Apfel
  • Kirschen
  • Birnen
  • Hagebutten

Aufpassen sollte man definitiv beim Einkauf von Sirup. Fruktose ist hier in hochkonzentrierter Form enthalten und kann so vom Körper nur sehr schlecht verarbeitet werden. Sogar Sodbrennen und Bauchschmerzen können folgen.

Aber kleine Entwarnung – in Obst sind keine Mengen an Fruchtzucker enthalten, die diese Wirkungen haben. Keine Angst.

Milchzucker

Milchzucker hat mit der Fruktose nicht ganz so viel gemeinsam, ihm werden aber medizinische Kräfte angepriesen – und zwar als Abführmittel.

Wieso?

Will der Darm den Milchzucker verdauen, bilden sich nicht gerade sehr gesunde Säuren, die der Körper natürlich schnell wieder loswerden will. Wasser wird im Darm gesammelt. So kann die Säure verdünnt werden und über den Stuhlgang ausgeschieden werden. Die Frage bleibt dabei nur, ob das denn wirklich so gesund ist.

Früher wurde der Milchzucker häufig in Babynahrung gemischt. Auch damals gab es schon Mütter, die nicht stillen konnten und die Milch musste von der Kuh kommen – heute weiß man, dass das sehr schädlich ist. Die Milch musste aber trotzdem unbedingt verdünnt werden, denn der Gehalt an Eiweiß und Kalcium war viel zu hoch.

So war dann aber auch der Anteil an Milchzucker viel geringer, als in der Muttermilch. Man gab also Milchzucker dazu, damit es besser schmeckte. Die Milch einer Ziege oder einer Nuss wäre hier wohl viel besser gewesen.

Was ist denn jetzt eigentlich genau dieser Milchzucker?

Einfach nur hochkonzentrierter und strahlender Zucker, der trotzdem wenig mit dem normalen Zucker gemeinsam hat. Er ist nicht natürlich und kommt auch nicht in Früchten oder Muttermilch vor. Deshalb sollte er auch eigentlich nicht für den Mensch genutzt werden. Milchzucker kann den Körper sogar stark belasten, besonders dann, wenn viel Stärke verzehrt wird. Eine Gärung im Darm kann einsetzen und Aufnahme von Nährstoffen behindern.

In Milchzucker fühlen sich auch schädliche Bakterien und einige Pilze sehr wohl und das kann die gesamte Flora des Darms zerstören.

Diese Symptome können eine Folge sein:

  • Kopfschmerzen
  • Ausschläge
  • Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen

Zucker aus Kohlenhydraten

Überall in der Nahrung ist Zucker enthalten, also bestimmt auch in den Kohlenhydraten. Oder?

Kohlenhydrate an sich sind schon fast der größte Bestandteil der Lebensmittel und haben die Aufgabe, jede Menge Energie zu liefern. Sie selbst bestehen aus Zuckermolekülen und treiben so wichtige Muskeln und das Gehirn an.

Zuckermoleküle – das klingt doch schon wieder nach sehr süßen Lebensmitteln. In der Realität ist das aber meisten nicht so. Zuckermoleküle bedeutet nicht, dass unweigerlich eine gewisse Süße entsteht. Brot und Kartoffeln sind da sehr gute Beispiele, denn sie enthalten eine ganze Menge Kohlenhydrate. Interessant ist auch, dass unzählige Kohlenhydrate in einem Stück Obst sind, weil da eben auch Zucker drin ist.

Man unterscheidet zwischen zwei Gruppen von Kohlenhydrate – je nachdem wie viele Bausteine an Zucker darin befindlich sind.

Zunächst wäre da der Einfachzucker (Monosaccaride). Dazu zählen unter anderem der Traubenzucker und auch der Fruchtzucker.

Der Zweifachzucker (Disacchirde) ist die Gruppe des normalen Zuckers – also dem Haushaltszucker. Aber auch Milchzucker zählt dazu. Genau wie der Einfachzucker, schmecken er sehr süß und kommt vermehrt in Schokolade vor. Diese Gruppen von Kohlenhydraten liefern zwar eine ganze Menge Energie, leider aber keine Mineralien oder Vitamine. Dadurch kann auch der Blutzuckerspiegel ansteigen.

Zum Schluss gibt es dann noch den Mehrfachzucker (Polysaccharide). Der bekannteste Vertreter davon ist die Stärke und die ist besonders in Getreide oder Kartoffeln zu finden. Durch den Mehrfachzucker steigt der Blutzuckerspiegel zum Glück nur sehr langsam an, denn die Bausteine müssen erst gespalten werden, bevor das Blut sie aufnehmen kann.

Was genau machen jetzt eigentlich die Kohlenhydrate im Körper?

Einfach erklärt – alles beginnt bei der Verdauung. Dort müssen alle Zuckerbausteine wieder in Einfachzucker zerlegt werden, also in Glukose. Dann ist wieder das Insulin dran, denn die Glukose muss in die verschiedenen Zellen gelangen. Sollte man zu wenig Glukose in sich haben, kommt es zur Unterzuckerung. Die kann auf fast alle Organe schwere Folgen haben.

Besonders Kohlenhydrate in Schokolade oder auch Bonbons sind sehr schlecht, denn sie bestehen aus Zweifachzucker. Man verdaut ihn zwar schneller, dadurch gelangt er aber auch eher ins Blut. Süßigkeiten machen nicht satt, haben aber trotzdem sehr viele Kalorien. Der Blutzuckerspiegel steigt schnell an und das ist nicht gerade gesund. Eine Folge kann auch Heißhunger sein.

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