Zuckerfrei leben

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Quelle: pixabay.com

Ungesund und zu süß. Das ist die Bilanz der Essgewohnheiten der Deutschen. Kein sehr wünschenswertes Fazit. Pro Tag verzehrt jeder Einwohner dieses Landes rund 29 Stück Würfelzucker – mehr als doppelt so viel, wie eigentlich gesund ist.

Oft ist es den Menschen aber nicht einmal bewusst, denn Zucker kann sich in fast allen Lebensmitteln verstecken. Oft aber sind es gerade die fertigen Produkte, die viel zu viel des süßen Stoffes enthalten. Und das müssen dann nicht nur Kuchen, Süßigkeiten oder Soft Drinks sein. Nein, auch Fast Food allgemein enthält Unmengen an Zucker.

Das Problem an Zucker, sind seine Folgen. Schon ein kleines Stück des weißen Stoffs enthält ganz viele Kalorien. In vielen Fällen führt eine zu große Zufuhr dann zu Übergewicht und oftmals auch zu schwerwiegenden Krankheiten – beispielsweise Diabetes oder Bluthochdruck.

Zucker existiert in unzähligen verschiedenen Arten, bezeichnet aber hauptsächlich einen kristallartigen Stoff, welcher süß ist und aus Pflanzen gewonnen wird.

Normalerweise wird er aus Zuckerrohr oder eine Zuckerrübe gewonnen, meist aus USA, Brasilien oder China. Jeder Deutsche ist in etwa 32,7 Kilogramm Zucker pro Jahr und das ist eigentlich eindeutig zu viel.

Das Wort „Zucker“ geht auf das altindische Wort „Sanskrit“ zurück. Das bedeutet Grieß oder Geröll – eine Anlehnung an die Beschaffenheit des Stoffes. Das eigentliche Wort wurde aber im Europa des Mittelalters eingeführt und wurde erstmals im 13. Jahrhundert verwendet.

Das ist die Geschichte des Zuckers in kurzer Form:

  • 8000 v.Chr.: Erste Funde von Zuckerrohr in Polynesien
  • 6000 v.Chr.: Zuckerrohr taucht in Indien und Persien auf
  • 1100 n.Chr.: Zucker gelangt durch Kreuzfahrer nach Europa – zunächst als Luxusgut und für die Medizin
  • 1500: Zuckerrohr wird weltweit auf großen Plantagen angebaut
  • Ende 16. Jahrhundert: die moderne Zuckerraffinierung entwickelt sich
  • 1747: Zuckergehalt in Zuckerrübe wurde entdeckt
  • 1801: Die erste Zuckerfabrik der Welt entsteht in Schlesien
  • 1840: Der erste Würfelzucker der Welt entsteht

Nachdem 1774 von Andreas Sigismund Marggraf nachgewiesen wurde, dass in Rüben auch Zucker enthalten ist, entwickelte sich langsam die industrielle Herstellung des Zucker – rund um 1825. Auch die Landwirtschaft profitierte davon deutlich, denn sie war in der Lage Rüben mit besonders hohem Zuckeranteil zu züchten. Chemiker automatisierten am Ende den Prozess der Herstellung von Zucker und gestalteten den wesentlich einfacher.

Wie wird denn nun einfacher Zucker eigentlich hergestellt?

Zunächst einmal müssen die Rüben geerntet, gereinigt und noch zerkleinert werden. Es entstehen sogenannte „Zuckerrübenschnitzel“, die dann ins heiße Wasser gegeben werden. So löst sich der enthaltenen rohe Zucker. Durch bestimmte Kalkmilch werden dann alle unnötigen Stoffe im Saft gebunden.

Der restliche Saft wird nun weiter eingedickt – das geschieht unter großem Unterdruck. Das Wasser muss verdampfen, aber der Zucker darf auf keinen Fall kristallisieren. Impfkristalle werden nun zu der Masse gegeben und so erreicht der Zucker seine typische Kristallform. Durch Zentrifugen wird nun noch der Sirup vom Zucker gelöst.

Das sind die bedeutendsten Hersteller und Produzenten des Zuckers:

  • Brasilien
  • Indien
  • Thailand
  • Frankreich
  • Deutschland
  • Polen

Hier in Deutschland wird im Jahr pro Kopf sehr viel Zucker verzehrt – das ist natürlich nicht sehr gesund. Trotzdem gibt es Länder, wo die Statistik noch schlimmer aussieht:

  • Trinidad und Tobago (51,47 Kilogramm Zucker pro Jahr)
  • Barbados (51,27 Kilogramm Zucker pro Jahr)
  • Schweiz (50,95 Kilogramm Zucker pro Jahr)

Also ist klar – weniger Zucker ist besser!

Doch wie erkennt man gefährdete Lebensmittel und reduziert so die Zufuhr an Zucker zum eigenen Körper?

Mit ein paar Tipps und Tricks ist das am Ende gar nicht so schwer und man erfährt auch noch, wie man mit einem potentiellen Entzug umgeht und eine eigene Sucht nach Zucker entdecken und behandeln kann.

Leben ohne Zucker. Zuckerfrei – das kann befreiend sein!

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