Zuckerfreie Ernährung

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Quelle: pixabay.com

Eigentlich meinen die meisten Menschen genau zu wissen, in welchen Lebensmitteln besonders viel Zucker enthalten ist. Leider ist das oft ein Irrglaube, denn Zucker versteckt sich in den meisten industriell gefertigten Speisen – übrigens auch in den sauren und scharfen.

Als ein gutes Beispiel dienen fertige Saucen oder in fertig angemachten Salaten. Bis zu 19 ganze Zuckerwürfel können hier in einer einzigen Packung enthalten sein.

Hochwertige Inhaltsstoffe findet man eher selten, dafür aber reichlich Zucker. Der ist nämlich ziemlich günstig und bringt gleichzeitig noch viel Geschmack in die jeweilige Speise. Man kann ihn individuell einsetzen, so findet man ihn auch oft in Nahrungsmittel, wo man ihn gar nicht vermutet. Vor allem in Produkten für Kinder ist oft mehr Zucker enthalten, als gedacht. Man bemerkt es nicht einmal und das kann gefährlich werden.

Wie viel Zucker aber genau in einem Produkt steckt, ist von außen häufig nur schwer zu erkennen. In den Nährwerttabellen finden sich oft erste Anhaltspunkte, jedoch wird dort der Anteil von Zucker oft geringer dargestellt, als er wirklich ist. Das liegt daran, dass nur reiner Zucker benannt wird. Andere Süßungsmittel müssen nicht angegeben werden. Einzig in den Listen der Zutaten sind sie zu finden, aber auch nur schwer zu erkennen, denn sie haben über 70 verschiedene Namen.

Dazu zählen zum Beispiel:

  • Dextrose
  • Glukose-Sirup
  • Gerstenmalzextrakt
  • Traubensüße

Aber leider auch viele Begriffe aus der Chemie, die den wenigsten Menschen bekannt sind.

Viele Konsumenten vertrauen auf der Versprechen der Hersteller – die Produkte enthalten angeblich keinen Zucker und sind weniger süß. Dieses Vertrauen sollte aber nicht zu stark sein, denn meist ist trotzdem Zucker dabei. Nicht in reiner Form, aber als Konzentrat. Das führt zu einem hohen Zuckergehalt ohne als Zuckerzusatz zu gelten.

Es ist schon fast unverschämt, dass es den Verbrauchern so erschwert wird, versteckten Zucker in Lebensmitteln deutlich zu erkennen. Schließlich geht es ja um die wichtige Gesundheit eines Einzelnen. Und die komplizierten Namen und Werten sind nicht jedem Menschen gut bekannt.

In den letzten Jahren wurde allerdings eine gute Alternative vorgeschlagen – die Lebensmittel-Ampel.

Wie funktioniert das?

Ganz einfach, auf einem Produkt werden die Farben Rot, Gelb und Grün aufgedruckt. Ganz genau wie bei einer Ampel. Sie stehen für viele, mittel und wenige enthaltene Stoffe in einem Lebensmittel. Das funktioniert natürlich auch für Zucker. So kann man schnell vergleichen, wo mehr Zucker enthalten ist und kann auf diese schädlichen Produkte leichter verzichten.

Das einzige Problem an der Sache – die Lebensmittelindustrie ist gegen diese einfache Alternative zur Kennzeichnung von Lebensmitteln. Auch das europäische Parlament lehnte 2010 die Ampel ab.

Wer regelmäßig eine große Menge an Zucker zu sich nimmt, der schadet nicht nur seiner eigenen Gesundheit, sondern riskiert auch abhängig zu wieder. Es existiert nämlich eine Zuckersucht. Der Konsum wird zur Gewohnheit und man denkt gar nicht mehr darüber nach, wie viel Zucker man zu sich nehmt. Fettleibigkeit ist oft die Folge, aber auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Sieht man die eigene Zuckersucht erst ein, ist man schon auf einem guten Weg. Jetzt muss man nur noch was dagegen machen. Am besten hilft da eine Kur zur Entgiftung von Zucker.

Anfangs werden die meisten Speisen wohl nicht so wirklich schmecken, man möchte schließlich Zucker. Mit der Zeit gewöhnt sich dann aber der Körper daran und das Wohlbefinden wird nach und nach besser.

Bei der Kur zur Entgiftung von Zucker ist eine gesunde Ernährung das A und O. Eine Kur ohne die entsprechenden Lebensmittel hätte nicht viel Sinn.

Alles fängt schon beim Frühstück an. Hier wird empfohlen, vor allem viele Produkte aus Vollkorn und Obst zu verzehren. Gesüßte Lebensmittel sind dabei tabu. Als Alternative eignet sich optimal Bienenhonig.

Beim Mittagessen sollte besonders auf fertige Speisen verzichtet werden. Nicht nur, dass dort viel Zucker enthalten ist, auch viele Chemikalien gehören zu den Inhaltsstoffen. Auch auf Produkte, die viele Natrium oder Farbstoffe enthalten, sollte unbedingt verzichtet werden – besser sind ein frischer Salat oder auch gegrilltes Gemüse.

Nachmittags hat man oft Hunger auf einen Snack, denn Müdigkeit tritt auf und Energie wird dringend benötigt. Der Griff zu verschiedenen Süßigkeiten ist jetzt aber keine gute Idee, denn Nüsse und Obst sind hier viel gesünder.

Wenn das Abendessen ansteht, wählt man am besten eine Mahlzeit aus Vollkorngetreide. Pasta oder ein spezielles Brot wären da ideal. Das kann dann zusammen mit Hühnchen und Gemüse serviert werden. Damit die Verdauung aber ordentlich funktioniert, sollten eher kleinere Portionen gegessen werden.

Bei jeder Mahlzeit ist es also wichtig, den Zucker zu vermeiden. Ein weiterer Vorteil davon ist übrigens auch, dass gleichzeitig der Säuren-Basen-Haushalt wieder in das Gleichgewicht gelangt. Außerdem wird eine Infektionskrankheit verhindert – Kandiose. Diese Pilze ernähren sich nämlich von Zucker.

Tipp – wenn man besonders viel Lust auf Kohlenhydrate hat, dann ist es definitiv an der Zeit für eine Kur zur Entgiftung von Zucker. Die ersten paar Tage sollte dabei komplett auf süße Lebensmittel verzichtet werden – auch auf Ersatzstoffe. Die kann man aber später wieder in den Speisplan bringen.

Darauf sollte auch bei einer Kur geachtet werden:

  • Sport treiben – Sport lenkt ab, übrigens auch von der Lust auf Zucker. Außerdem bringt er viel mehr wichtige Energie für den Körper. Kalorien werden abtrainiert und Giftstoffe ausgeschieden. Auch einfaches Gehen hilft bereits. Das kann dann natürlich weiter gesteigert werden.
  • Frische Nahrung – Zucker zu vermeiden funktioniert am besten, wenn man gar keinen im Haus hat. Deswegen sollte jeglicher Zucker vor einer Kur entsorgt werden. Nur noch erlaubte Produkte kommen in den Einkaufswagen.

Die Umstellung wird am Anfang sehr schwer sein, da Zuckersucht allgegenwärtig ist. Die Lust auf eine Süßigkeit wird an erster Stelle stehen, doch mit viel Wille ist alles machbar.

Dem Körper etwas Gutes tun und nebenbei noch ein paar Kilos verlieren?

Das ist eine gute Idee und perfekt mit einem Zuckerentzug möglich. Dabei wird ja bekanntlich für eine Weile – oder auch länger – auf Zucker zu verzichten.

Dass das aber kein Spaziergang wird, sollte jedem klar sein. Umso mehr Zucker man vorher konsumiert hat, umso schlimmer sind die Nebenwirkungen bei einem Entzug. Teilweise schwere körperliche und geistige Symptome können dem Körper besonders in den ersten Tagen sehr viel Kraft rauben. Sicher ist dann etwas hilfreich, wenn man vorher weiß, was passieren kann. Natürlich sieht ein Entzug bei jedem Menschen anders aus.

Das sind die typischen körperlichen Nebenwirkungen eines Zuckerentzugs:

  • Kopfschmerzen
  • Schlaflosigkeit
  • Aggressivität, Leistungsabnahme und niedergeschlagenes Gefühl
  • Gedanken kreisen immer um süßes Essen

Aber keine Angst – selbst, wenn alle diese Symptome auftreten, das ist vollkommen normal. Man sollte eher gelassen darauf reagieren, anstatt sich nur noch verrückt zu machen.

Die Erscheinungen treten auf, da durch den fehlenden Zucker der Blutzucker für eine Weile abfällt und erst wieder sein gesundes Gleichgewicht erreichen muss.

Nach spätestens einer Woche ist aber wieder alles weg und man fühlt sich meistens blendend. Das ist immer so.

Die Haut kann auch etwas unebener wirken. Der Grund dafür ist, dass der Körper sich erst einmal auf das Entgiften einstellen muss. Er wird damit starten, schädliche Schlacken aus Säure im Körper zu lösen – die werden dann über die Haut ausgeschieden. Aber das reguliert sich nach einer Weile auch wieder. Nur keine Panik.

Nun zu den geistigen Nebenwirkungen des Entzugs:

  • Zucker als „Trostpflaster“ fehlt
  • unangenehme Gefühle
  • schwere Gedanken

Bei all diesen Nebenwirkungen muss einem aber bewusst werden, dass sie wirklich nur zeitlich gebunden sind und ein kleines Opfer auf dem Weg zum Erfolg darstellen. Ein Entzug vom Zucker ist immer eine gute Entscheidung.

Manchmal im Leben muss man sich entscheiden – dem Hunger nachgeben oder etwas für den eigenen Körper machen? Die Antwort sollte hier natürlich ganz klar sein.

Allein durch Zucker nimmt jeder Mensch am Tag im Durchschnitt etwa 300 Kalorien zu sich. Auf das Jahr hochgerechnet sind das sehr viele – zu viele. Denn nur wenige Kalorien sollten überhaupt durch Zucker aufgenommen werden. Bei einem erwachsenen Menschen heißt das ungefähr 25 Gramm. Oder ein kleiner Schokoriegel. Wissenschaftler warnen sogar davor, dass Zucker in sehr großen Mengen schädlicher als Rauschmittel sein kann.

Also Schluss damit!

So ein Entzug von Zucker bringt nämlich noch viel mehr Vorteile für den Körper, als man denkt.

  • Herzklopfen – Vor Freude. Denn der Verzicht auf den süßen Stoff, macht die Funktionen des Herzens wieder ganz normal. Wer nämlich zu viel Zucker zu sich nimmt, der produziert am Ende auch zu viel Insulin. Blutdruck und die Frequenz des Herzens werden steigen. Schon nach kurzer Zeit ohne Zucker, reguliert sich alles wieder von ganz alleine.
  • Reine Haut – Von den hässlichen Pickeln auf der Haut kann man sich schon einmal verabschieden. Bekannt ist nämlich – Zucker führt zu Entzündungen und die wiederrum sind die Ursache für Akne. Außerdem reagiert er schnell mit dem Eiweiß in der Haut. Fasern werden verklebt und die Haut wirkt weniger weich. Schon eine Dose eines zu süßen Drinks kann diesen Effekt auslösen.
  • Bessere Laune – Während des Entzugs vom Zucker ist es besonders schlimm – schwere Gedanken und schlechte Laune. Doch natürlich wird es besser. Nach einer längeren Zeit ohne Zucker ist der allgemeine Gemütszustand viel besser. Das Risiko an Depressionen zu erkranken wird geringer und das eigenen Lächeln ist immer echt.
  • Besser Schlafen – Wer viel Zucker zu sich nimmt, der fällt gerade nachmittags oft in einen tiefen Schlaf, denn da entsteht ein richtiges Tagestief. Das fällt aus, wenn man keinen Zucker konsumiert. So kann man dann auch abends besser einschlafen und Störungen werden vermieden. Zucker gilt nämlich als Ursache dafür, da ein hoher Blutzuckerspiegel den Körper antreibt und auch in der Nacht noch wach hält.
  • Gewicht reduzieren – Auch wenn man oft den Zucker durch Alternativen ersetzt – wie Nüsse oder Obst -, reduziert man meistens deutlich die Kalorien. Schon kleine Schritte führen dazu, dass man in einem halben Jahr gesunde fünf Kilo abnehmen kann.

Immer wieder, meist unerwartet, tritt sie auf – die unfassbare Lust nach Süßigkeiten. Jeder kennt es, doch um gesund zu leben und ein paar Kilos zu verlieren sollte man dem Heißhunger definitiv nicht nachgeben. Zum Glück lässt sich der mit ein paar Tipps und Tricks vermeiden.

Aber was genau ist Heißhunger eigentlich?

Heißhunger ist weltweit bekannt und tritt besonders dann auf, wenn man zum Beispiel gerade in einer Diät ist. Von Zeit zu Zeit bekommt man einfach nur ein großes Verlangen nach süßen Speisen. Sehr oft gibt man dem dann nach, schling viel Ungesundes in sich hinein und ärgert sich am Ende.

So kann man ihn sehr gutumgehen:

#1 Richtiges Essen

Zum Wort „Heißhunger“ gehört der Hunger natürlich fest dazu. Er ist die Ursache für die meist nicht zu bändigende Leidenschaft. Darum sollte auch der im Vorfeld schon vermieden werden.

Wie?

Ganz einfach – regelmäßig und vor allem bewusst essen. Die gewählten Speisen müssen viele Nährstoffe enthalten und dürfen nicht nur leere Kalorienbomben sein. Das macht nämlich auf lange Sicht nicht satt.

Hilfreich dabei ist es übrigens auch, sich vorher einen Wochenplan anzulegen. Aufzuschreiben, was man essen wird. Auch so wird der Heißhunger verbannt, denn die Versuchung ist nicht mehr so groß.

#2 Proteine

Proteine sind wirklich das A und O – nicht nur beim Heißhunger vermeiden, sondern auch beim Abnehmen. Sie machen mit Abstand am längsten satt und so ist man automatisch weniger. Außerdem wird keine Muskelmasse abgebaut. Das ist vorteilhaft, denn auch die verbrennen eine ganze Menge Kalorien. Die Pfunde werden purzeln.

Laut Forschern sollte der Anteil dieser Lebensmitteln bei einem Erwachsenen bei rund einem Fünftel liegen. Studien bewiesen auch, das allein schon ein proteinreiches Frühstück Heißhunger effektiv vermeiden kann – sogar um mehr als die Hälfte

#3 Spinat

Ja, Spinat kann viel – und zwar nicht nur in Filmen. Er hilft beim Gewicht reduzieren und umgeht auch noch nervige Heißhungerattacken. Das hat er den sogenannten Thlakoiden zu verdanken. Die Verdauung dauert länger und man wird satt. Diesen Einfluss haben auch Studien und Wissenschaftler bestätigt. Außerdem stoppt Spinat das Verlangen nach süßen Lebensmittel um bis zu 95%. Vielfältige Rezepte mit leckeren Gemüse sind in zahlreichen Kochbüchern detailliert zu finden.

#4 Wasser

Anscheinend hilft Wasser gegen alles. Und das ist auch so, denn Wasser macht auf eine gewisse Art und Weise auch satt. Viele Menschen verwechseln oft den Hunger mit dem Durst. Ein Fehler. Also einfach mal beim nächsten Heißhunger ein Glas Wasser trinken – und siehe da, er wird auch verschwinden.

Genauso gut hilft das ausreichende Trinken auch beim Abnehmen, denn wer beim Essen ein Glas Wasser neben sich stehen hat, der wird schnelle satt. Gesund ist, wenn man täglich mindestens zwei Liter Wasser zu sich nimmt. Gerne aber auch mehr.

#5 Kein Stress

Stress belastet sehr viel und als Entspannung gönnen sich viele Menschen Süßigkeiten. Klar, der Heißhunger verlangt das. Besonders viele Frauen kennen das Problem, beispielsweise bei Liebeskummer. Übrigens wissenschaftlich bewiesen. Der Cortisolwert im Blut steigt an und man nimmt automatisch zu.

Ein Tipp – hier kann auch ein Plan helfen, um zu mindestens den Stress beim Essen zu reduzieren. Aber das ist erst der erste Schritt, denn das Leben sollte allgemein viel ruhiger gestaltet werden. Leichter Sport und viel Schlaf sind Pflicht.

Der Hormonhaushalt des Körpers schwankt von Natur aus. Ist man müde und schläft zu wenig, kann er sich nicht so leicht wieder in den Normalzustand einpegeln. Der Appetit wird gestört und Heißhunger entsteht leichter.

Bei Menschen, die sehr wenig schlafen, ist das Risiko fast doppelt so hoch dick zu werden, als bei Menschen, die auf ein ausgewogenes Schlafverhältnis achten. Das ist zusätzlich noch gut für Konzentration und Leistung an einem langen Tag.

#6 Bewusstes Essen

Ganz wichtig – immer ganz auf das Essen konzentrieren. Die Ruhe genießen und Fernseher und Handy einfach mal abschalten. Für all das hat man bestimmt auch noch später genügend Zeit. Bewusstes Essen ist hier der Knackpunkt. So bemerkt man auch, was und vor allem wie viel, der Körper wirklich braucht. Man nimmt das Sättigungsgefühl bewusst wahr, spürt auch einen intensiveren Geschmack.

Auf diese Art und Weise merkt man auch deutlich den Unterschied zum Heißhunger. Man kann nun sicheres entscheiden, ob man zu Süßigkeiten greift – was sehr falsch wäre – oder eine vollwertige Mahlzeit zu sich nimmt, die auch noch gesund ist.

Eine extreme Form des Heißhungers sind die sogenannten Zwangesser. Die essen unkontrolliert alles, was sie in die Hände bekommen. In Studien wurde nachgewiesen, dass auch diese Menschen mit einem Essvermeiden die Heißhungerattacken reduzieren können und allgemein weniger essen.

Aber was ist nun, wenn alles nichts hilft und der Heißhunger trotzdem kommt?

Dann nur keine Panik, ab und an darf man natürlich auch schwach sein. Allerdings sollte man dann Alternativen – wie Obst, Gemüse oder Nüsse – wählen. Süßigkeiten und Fast Food bitte trotzdem weglassen.

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